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"Paradise City" von Zoe Beck #Rezension

Deutschland in der Zukunft. Die Küsten sind überschwemmt, weite Teile des Landes sind entvölkert, und die Natur erobert sich verlassene Ortschaften zurück. Berlin ist nur noch eine Kulisse für Touristen. Regierungssitz ist Frankfurt, das mit dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zu einer einzigen Megacity verschmolzen ist. Dort, wo es eine Infrastruktur gibt, funktioniert sie einwandfrei. Nahezu das gesamte Leben wird von Algorithmen gesteuert. Allen geht es gut – solange sie keine Fragen stellen.

Liina, Rechercheurin bei einem der letzten nichtstaatlichen Nachrichtenportale, wird in die Uckermark geschickt, um eine, wie sie glaubt, völlig banale Meldung zu überprüfen. Dabei sollte sie eigentlich eine brisante Story übernehmen. Während sie widerwillig ihren Job macht, hat ihr Chef einen höchst merkwürdigen Unfall, der ihn fast das Leben kostet, und eine Kollegin wird ermordet. Beide haben an der Story gearbeitet, die Liina versprochen war. Anfangs glaubt sie, es ginge darum, ein Projekt des Gesundheitsministeriums zu vertuschen, aber dann stößt sie auf die schaurige Wahrheit: Jemand, der ihr sehr nahesteht, hat die Macht, über Leben und Tod fast aller Menschen im Land zu entscheiden. Und diese Macht gerät nun außer Kontrolle ...


Schnelle Fakten:

Titel: Paradise City

Autorin: Zoe Beck

Verlag: Suhrkamp

Genre: Thriller

280 Seiten

ISBN: 978-3-518-47055-8

16,00€

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Die Welt in "Paradise City" scheint perfekt zu sein: die Zeit der Pandemien und Krankheiten ist vorbei und die Forschung hat große Fortschritte gemacht. Eigentlich müsste sich kein Mensch mehr sorgen um seine Gesundheit mehr machen, weil ein Chip im Körper Checks macht und sofort Alarm schlägt, wenn mit einem etwas nicht stimmt.

Doch der Schein dieser perfekten Welt trügt. Liina arbeitet gegen die Regierung, doch nach einem Unfall von einem Kollegen merkt sie, dass ihr Leben in Gefahr ist.


Das Konzept von diesem Thriller hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Zukunft, die Zoe Beck in ihrem Buch beschreibt, wirkt erschreckend nah an unserer Gegenwart und manchmal wirkt das Buch mehr wie eine Dystopie, als wie ein Thriller.

Der Einstieg in das Buch ist mir jedoch nicht so leicht gefallen, wie ich erwartet habe. Die ersten Kapitel hatte ich oft mit dem Schreibstil der Autorin zu kämpfen, was ich sehr schade fand, weil die Story wirklich viel Potenzial hatte.

Doch zum Glück wurde das nach den ersten 80 Seiten viel besser und die letzten 200 Seiten habe ich wirklich in einem Rutsch gelesen.

Die Geschichten aus der Vergangenheit der Protagonistin haben dazu wesentlich beigetragen. Stück für Stück erfährt der Leser, wie es zu "Paradise City" gekommen hat und welche dunklen Geheimnisse sie verbirgt. Die Aspekte auf den Datenschutz und der Gesundheitslage der Menschen fand ich dabei besonders spannend.

Eigentlich war ich zum Anfang etwas skeptisch, ob mir Thriller, die in der Zukunft spielen gefallen würden, doch Zoe Beck hat dieses Konzept wirklich sehr gut und sehr überzeugend umgesetzt.


Das Ende war dann nochmal wirklich grandios und schlussendlich kann ich dieses Buch sowohl Lesern von Thriller als auch Lesern von Dystopien mit gutem Gewissen weiterempfehlen!

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